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Dass Menschen in Freakshows öffentlich ausgestellt und vom Publikum bestaunt wurden, ist noch keine 50 Jahre her. Außergewöhnliches zu betrachten, um sich selbst »normal« zu fühlen, ist vermutlich ein menschliches Grundbedürfnis.

Für das Kunstfest greift Dries Verhoeven diese bizarre Tradition auf und inszeniert zehn Bilder als zeitgenössische Abweichungen von der Norm. In einem schalldichten Glaskasten inmitten der Stadt zeigt er ein täglich wechselndes Tableau Vivant: Menschen und Handlungen, die »aus dem Rahmen fallen«, werden wie seltene Exponate in einer Vitrine inszeniert. Es sind Bilder der Unvollkommenheit und Schwäche, von gesellschaftlichen Tabuthemen und kollektiven Ängsten, mit denen wir im öffentlichen Raum normalerweise nicht konfrontiert werden. Neben das Schöne, Gesunde und Beruhigende, das uns aus Schaufenstern und Werbeanzeigen entgegen strahlt, stellt »Ceci n’est pas …« eindrückliche und irritierende Darstellungen zu kontroversen Themen unserer Zeit, die niemanden unberührt lassen.

Verhoeven, dessen Installation u. a. bereits in Montreal, Helsinki, Freiburg und Hamburg gastierte, zählt derzeit zu den interessantesten jungen Künstlern im europäischen Raum. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Dokumentartheater und bildender Kunst und erzeugen ein irritierendes Spannungsfeld zwischen Publikum und Akteur*innen, Alltagsrealität und politischer Kunst. Er erhielt den Young Directors Award der Salzburger Festspiele.

Konzept
Dries Verhoeven

Künstlerische Assistenz
Saskia Schoenmaker

Technische Leitung
Roel Evenhuis

In Zusammenarbeit mit vielen Performer*innen

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